Impfungen

Die Ständige Impfkommission (STIKO)- ein unabhängiges Expertengremium am Robert-Koch-Institut (Bundesinstitut des Bundesministeriums für Gesundheit) - gibt regelmäßig Impfempfehlungen heraus, nach denen möglichst termingerecht und vollständig geimpft werden sollte.

Eine Impfung wirkt wie eine kontrollierte Ansteckung. Sie regt das Immunsystem gezielt zur Bildung von Abwehrkräften bzw. Antikörpern an. Diese erkennen und vernichten später die Krankheitserreger.

 

Grippeimpfung

Grippe wird durch Tröpfcheninfektion leicht übertragen, etwa durch Niesen, Husten oder Händedruck. Eine einzige Impfung im Jahr zwischen September und Januar bietet den sichersten Schutz vor der Ansteckung mit dem Grippe-Virus.

Virusgrippe und Erkältung werden am Anfang leicht verwechselt. Doch an einigen typischen Anzeichen wie z.B. schweres, plötzliches Krankheitsgefühl, plötzliches Fieber, Muskel- und Gliederschmerzen können Sie die Virusgrippe erkennen.

 

Zeckenimpfung: (FSME-Frühsommermeningoencephalitis)

Die FSME-Impfung wird allen empfohlen, die in einem FSME-gefährdeten Gebiet wohnen (Franken zählt hierzu) oder dorthin reisen und sich häufig in der Natur aufhalten.

Da die FSME-Erkrankung nicht ursächlich behandelt werden kann, kommt der Impfung eine besondere Bedeutung zu. Das FSME-Virus kann sofort nach dem Zeckenstich übertragen werden. Die Entfernung der Zecke bietet deshalb keinen Schutz vor FSME! Nur die FSME-Impfung schützt sicher vor der Erkrankung.

Gegen Borreliose, die auch durch Zecken übertragen wird, gibt es KEINE Impfung. Die Borrelien, spiralförmige Bakterien, werden in der Regel erst 12-24 Stunden nach erfolgtem Stich übertragen. Tritt eine Erkrankung auf, ist sie grundsätzlich mit einem Antibiotikum behandelbar. 

Weitere Informationen im Internet unter: www.zecken.de oder www.zeckenschule.de

 

Diphtherie

Diphtherie ist eine schwerwiegende bakterielle Infektionskrankheit, die in jedem Alter auftreten kann. Die Bakterien werden durch einzelne Speicheltröpfchen, etwa beim Sprechen, übertragen. Das Gift der Bakterien führt zu einer Entzündung im Nasen-Rachenbereich. Bei schweren Krankheitsverläufen kann es zu Herzmuskelschäden und zu Nervenlähmungen kommen. Bei nicht ausreichender und frühzeitiger Behandlung kann Diphtherie tödlich verlaufen.

 

Tetanus(Wundstarrkrampf)

Tetanus ist eine schwere, bakterielle Wundinfektion, die zu einer Erkrankung des Nervensystems mit Muskelkrämpfen führt. Der Erreger findet sich weltweit in der Erde und ist schon durch kleinste Verletzungen übertragbar. Die Patienten leiden unter extremer Muskelstarre. Atemmuskeln, Herz, Kreislauf und andere Organsysteme können in Mitleidenschaft gezogen werden. Tetanus verläuft auch heute noch in 60% aller Fälle tödlich.

 

Kinderlähmung(Poliomyelitis)

Die Kinderlähmung ist eine durch Viren im Darm verursachte Erkrankung. Es kann zu schweren, häufig lebenslangen Lähmungen der Arme, Beine und der Atmung führen, in einigen Fällen sogar zum Tod. Für die Impfung wird von der STIKO generell ein inaktivierter Polio-Impfstoff (IPV) empfohlen, der besonders gut verträglich ist.

 

Keuchhusten(Pertussis)

Keuchhusten ist eine hochgradig ansteckende bakterielle Infektionskrankheit der Atemwege. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Besonders gefährlich kann Keuchhusten im frühen Säuglingsalter werden, da in diesem Alter häufig kein typischer Husten auftritt, sondern es zu tödlichen Erstickungsanfällen kommen kann.

 

Haemophilus influenzae Typ b (Hib)

Haemophilus influenzae Typ b ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die im Kindesalter beispielsweise Entzündungen der Nasennebenhöhlen, der Ohren, des Kehlkopfes und der Gelenke verursachen kann. Die gefährlichste Form ist jedoch die eitrige Hirnhautentzündung(Meningitis). Sie tritt vor allem bei Säuglingen , aber auch bei Kindern in den ersten fünf Lebensjahren auf. Trotz Behandlung kann die Erkrankung zu schweren bleibenden Schäden, in manchen Fällen sogar zum Tod führen. Die Einführung der Hib-Impfung hat zu einem drastischen Rückgang der Erkrankung geführt.

 

Hepatitis

Hepatitis A 

Hepatitis A ist eine infektiöse Lebererkrankung, die durch den Virustyp A verursacht wird. Diese Erkrankung betrifft alle Altersgruppen. Die Ansteckung erfolgt vorwiegend durch Schmierinfektion. Die Erkrankungssymptome reichen von Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit und allg. Gelenkbeschwerden bis hin zu einer Leberentzündung mit Gelbsucht.

Hepatitis B

Hepatitis B ist eine hochinfektiöse Lebererkrankung, die durch den weltweit auftauchenden Virustyp B verursacht wird. Diese Erkrankung betrifft alle Altersgruppen. Die Ansteckung erfolgt durch Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten wie Blut oder Speichel (z.B. Biß- und Kratzwunden). Die Erkrankungssymptome reichen von Appetitlosigkeit, Übelkeit, allgemeine Gelenkbeschwerden und Unwohlsein bis hin zu einer Leberentzündung mit Gelbsucht. Bei einem chron. Krankheitsverlauf kann es zur Leberzirrhose und Leberkrebs kommen.

 

Pneumokokken

Pneumokokken sind weit verbreitete Bakterien. Sie halten sich bei vielen Menschen im Nasen- und Rachenbereich auf und können durch Sprechen, Husten oder Niesen auf andere übertragen werden. Bei Menschen mit geschwächten Abwehrkräften können Pneumokokken schwere Erkrankungen hervorrufen. Neben Lungenentzündung kommen häufig vor: Bronchitis, Hirnhautentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung. Sie verlaufen meist mit sehr hohem Fieber und schwerem Krankheitsgefühl.

 

Masern

Masern sind eine akute, sehr ansteckende Viruserkrankung, die sich durch Symptome wie Schnupfen, Husten, Fieber sowie Hautausschläge äußern. Durch Masern können Mittelohr-, Lungen- und Hirnhautentzündungen hervorgerufen werden.

 

Mumps

Mumps ist eine akute Infektionskrankheit, an der am häufigsten Kinder zwischen dem 4. und 15. Lebensjahr, aber auch Jugendliche und Erwachsene erkranken können. Im Allgemeinen beginnt die Erkrankung mit Abgeschlagenheit, erhöhter Temperatur, Kopf-, Hals- und Ohrenschmerzen. Danach kommt es zum Anschwellen der Ohrspeicheldrüsen, was durch Wangen und Schmerzen beim Kauen deutlich erkennbar ist. Wie auch bei Masern kann es bei Mumps zu schweren Krankheitsverläufen kommen.

 

Röteln

Röteln sind eine Infektionskrankheit, an der alle Altersgruppen erkranken können. Sie beginnen oft mit leichter Heiserkeit und Halsschmerzen. Darauf folgt in der Regel ein Hautausschlag, der ca. 2-3 Tage andauert. Sind Erwachsene betroffen, können Gelenkschmerzen auftreten. Besonders gefährlich ist eine Infektion bei nicht geschützten Frauen während der Schwangerschaft.

 

Gebärmutterhalskrebs

Jede Frau, die mit dem humanen Papillomvirus infiziert wird, kann das Risiko in sich tragen, Krebs zu entwickeln. Dieses Virus ist durch Genitalkontakt von einem Menschen auf den anderen übertragbar. Wenn Sie also eine intime Beziehung zu einem Träger der humanen Papillomviren haben, können Sie sich infizieren. Für eine Infektion ist kein Geschlechtsverkehr notwendig. Gebärmutterhalskrebs ist die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen zwischen 15 und 44 Jahren. Idealerweise sollten Frauen noch vor dem ersten Geschlechtsverkehr geimpft werden.

 

Reiseimpfungen

Bei erforderlichen Impfungen vor Fernreisen beraten wir Sie gerne individuell.

Wichtig: Beratung und Impfung werden meistens nicht von gesetzlichen Krankenkassen übernommen!